Patchwork Miniworkshop

Nach der letzten Quiltausstellung der Alpine Quilters, einer Gruppe von Patchwork begeisterten Frauen aus dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen, fragte mich Marion Caspers ob ich mal Lust hätte bei einem der monatlichen Treffen etwas zu „Zeigen“. Schnell ist in mir „mein begeisterungsfähiger Gaul durchgegangen“ und ich habe spontan zugesagt.
Von Dörte Bach habe ich in den 80er Jahren mal eine Technik gelernt, wie ‚Frau‘ an einem Wochenende schnell eine Patchwork-Decke schafft. Es ist eine raffinierte, zeitsparende Art Blöcke zu nähen, die zusammengesetzt an ein Kachel-Muster erinnern.
Da wir bei den 2 stündigen Treffen nicht so viel mit der Hand nähen können, ja und mit der Hand Nähen, ist ja nicht so jeder ‚Frau’s Sache‘, habe ich mir neben der theoretischen Darstellung noch etwas eher spezielles ausgedacht.

Papierservietten in zwei verschieden breiten Streifen geschnitten

Papierservietten in zwei verschieden breiten Streifen geschnitten

Alles fängt mit der Auswahl der Stoffe an. Dabei liegt ist es bei dieser Arbeit an der Kombination zweier unterschiedlicher Stoffe. Diese zwei Pole können entweder in der Wahl der Farben, im Kontrast von hell und dunkel, oder im Design eines Musters bestehen…
praktikabler und leichter ist es wenn wir in unserem Inneren die zwei „Seiten“ immer klar vor Augen haben, die gestalterische Vielfalt ist unbegrenzt!
Um diese verschiedenen Variationen an kreativen Möglichkeiten auszuprobieren, habe ich verschiedenste Stoffservietten in Streifen geschnitten, 1,5 cm und 5 cm breit. Diese können dann je nach individueller Vorliebe und Wahl auf quadratische Blockblätter geklebt werden. Mit einer Bastelschere „versäubert“ zurechtgeschnitten, ergibt jedes Blockblatt sozusagen ein „Modell-Block“.

"Modell-Block" aus Papierservietten-Streifen

„Modell-Block“ aus Papierservietten-Streifen

Nun wird zusammengestellt, geklebt und geschnitten…

klitzekleiner Arbeitsplatz auf der Ablage der Stühle im Musikraum

klitzekleiner Arbeitsplatz auf der Ablage der Stühle im Musikraum

gemeinsam wird "gepuzzelt"

gemeinsam wird „gepuzzelt“

Theoretische Anleitung: 
Für die Darstellung bei dieser Demonstration, habe ich Stoffe in 5 cm Streifen und 15 cm Breite (ca. 12 cm Breite reicht!!!) geschnitten. Zuerst werden die beiden 5 cm breiten streifen zusammengenäht. Wichtig ist nun eine klare strategische Bügel-Regel! Das heißt, so wie wir uns entscheiden, wird es bei dem ganzen Projekt weiter durchgeführt!
Bei diesem Beispiel gehe ich danach, dass der gemusterte Stoff etwas dünner ist als der gelbe einfarbige Stoff, das bedeutet, dass der dünnere Stoff „umgebügelt“ wird.

Bügelweise, die genau so fortgeführt wird...

Bügelweise, in Richtung „gemusterten Stoff“ die genau so, weiter fortgeführt wird…

Dann werden die breiteren Streifen, genau umgekehrt, nach Farbe, oder Muster außen angenäht und genau so gebügelt…

Rükseite der zusammengenähten Streifen...

Rückseite der zusammengenähten Streifen…

mit der quadratischen Schablone werden die Blöcke ausgeschnitten

Mit der quadratischen Schablone werden die Blöcke ausgeschnitten

Schon lässt sich ein Mosaik-Muster erkennen!

Schon lässt sich ein Mosaik-Muster erkennen!

Gerade wenn es an das Zusammennähen der einzelnen Blöcke geht ist es deutlich warum das genaue Bügeln so entscheidend ist: Die umgebügelten Stoffkannten liegen förmlich aneinander und garantieren ein ordentliches Nähbild, besonders wenn der „Mittelpunkt“ mit einer Stecknadel fixiert wird.

Mittelpunkt der Nähkannte mit Stecknadel fixiert

Mittelpunkt der Nähkannte mit Stecknadel fixiet

Die Dreiecke, welche nach dem Ausschneiden der quadratischen Blöcke entstehen, können gleich wieder an das Mittelband genäht werden…

wenn einmal die ersten Blöcke geschnitten wurden, bieten sich neue Kombinations-Varianten an

wenn einmal die ersten Blöcke geschnitten wurden, bieten sich neue Kombinations-Varianten an

auf diese Weise bleibt so gut wie kein Stoffrest übrig.

Block für Block wird aus dem aus Sttreifen genähten Stoffband geschnitten...

Block für Block wird aus dem aus Sttreifen genähten Stoffband geschnitten…

Für den Rand eignet sich das Band der zusammengenähten schmalen Stoff-Streifen. Das i-Tüpfelchen in den vier Ecken einer Patchwork-Decke sind diese dekorativen Quadrate:

Die kleinen Quadrate eignen sich auch zum "Stückeln" wenn das Band zu kurz ist!

Die kleinen Quadrate eignen sich auch zum „Stückeln“ wenn das Band zu kurz ist!

Hier nun einige Beispiele, Decken aus meinem „Fundus“:

"Mittagschlaf-Decke" mit Wollstoff-Unterseite

„Mittagschlaf-Decke“ mit Wollstoff-Unterseite

"Dornröschen-Bettüberdecke"

„Dornröschen-Bettüberdecke“

Detail einer XXL-Bettüberdecke aus Leinenstoffen

Detail einer XXL-Bettüberdecke aus Leinenstoffen

Und jetzt heißt es endlich: Hinsetzen und mit Muse Ideen, Inspirationen und Projekte ermöglichen…

selbst bezogener Bestefar-Sessel

selbst bezogener Bestefar-Sessel

5 Comments on “Patchwork Miniworkshop

  1. Liebe Mahalia, dein Blog ist wunderschön gemacht und sehr inspirierend. Ich wünsch dir viel Spaß damit und viel Erfolg!

    • Wow, so cool, der erste Kommentar kommt sozusagen von Coco „ToutMittenWald“!!! Dankeschön, denke es wird in Zukunft öfter mal „hin und her“ gehen!

  2. Liebe Mahalia,
    leider konnte ich wegen starker Erkältung nicht zu deinem Miniworkshop kommen.
    Habe deinen tollen Blog gesehen und gleich die Fliesentechnik ausprobiert.
    Komme gut zurecht -hoffe, ich kann dir bald mein Ergebnis zeigen.
    Danke für die Superinspiration.
    Lieben Gruß Edeltraud

    • Wie schnell geht das denn?! Ich hoffe die Erkältung verflüchtigt sich schnell wieder und dem Schaffensdrang sind keine Grenzen gesetzt… auf das „Ergebnis“ bin ich sehr gespannt!!!

  3. Liebe Mahalia
    Glückwunsch zu deinem schönen blog. Auch deine Anleitungen sind super gemacht.Ich bin schon gespannt auf die Ergebnisse. Ich habe dich auch schon auf meinen Blog verlinkt.
    Liebe Grüße von
    Marion

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